Im FakRat GeiWi

Die Schöne Zeiten Liste im Fakultätsrat Geisteswissenschaften: Wer sind wir und was wollen wir?

Wir, die Schöne Zeite Liste – sind eine bunt zusammengewürfelte Gruppe von Studierenden verschiedenster Fachbereiche, die wir uns dafür einsetzen, dass das Studieren an der Uni Hamburg so sinnvoll, selbstbestimmt und stressfrei wie möglich ist.

Dafür zählen für uns Studienstrukturen, in denen Leistungspunkte in einem gesunden Verhältnis zum Arbeitsaufwand stehen, und in denen so viel Möglichkeiten wie nur möglich gegeben werden, eigene Schwerpunkte zu wählen und sich selbstbestimmt zu spezialisieren und weiterzubilden. Eine Einführung eines universitätsweiten Studium Generale, wie sie momentan diskutiert wird, unterstützen wir daher stark.

Aber neben der Studienstruktur sind andere Dinge essentiell für ein bereicherndes Studium: Räume, in denen sich abseits der Seminare ausgetauscht werden kann – sei es über fachliche Inhalte, oder aber über generelle Fragen der Existenz, Politik, Gesellschaftskritik, oder auch mal nur einfach Quatsch. Daher stellen für uns die studentisch verwalteten Räume ein.
Wir sehen Studierende als selbstbestimmte Menschen, deren Anwesenheit nicht von der Universität kontrolliert werden muss, da wir von einem Grundinteresse der Studierenden an ihrem Fach ausgehen, und nicht von kollektiver Faulheit und Desinteresse.

Warum gibt es uns?

Wir haben uns 2015 gegründet, als uns klar wurde, dass es in unserer Fakultät schon seit Jahren nur eine politische Liste gibt: die kritischen Fachschaftsaktiven. Während es auf inhaltlicher politischer Ebene durchaus große Überschneidungen gibt, waren und sind wir mit deren Arbeitsweise auf Fakultätsebene enorm unzufrieden: Sie verschwenden regelmäßig wertvolle Diskussionszeit in den Fakultätsgremien, indem sie globalpolitische Fragen zum Gegenstand der Sitzungen machen wollen, ohne dabei zu berücksichtigen, dass der Fakultätsrat weder Einfluss auf die NATO-Politik von Donald Trump hat, noch auf die bedarfsgemäße Finanzierung der Hochschule. Diese Themen sind natürlich unfassbar wichtig – das sehen wir selbstverständlich auch so! – aber vollkommen fehl am Platz, da die Fakulät in dieser Frage leider kein Mitspracherecht hat. Im Gegenteil – ausnahmslos alle Mitglieder des Fakultätsrates wünschen sich eine vernünftige Ausfinanzierung der Hochschule, auch die Professor:innen, wissenschaftlichen Mitarbeiter:innen und das Verwaltungspersonal. Diese sehen wir übrigens nicht als Feinde in einem universitären Klassenkampf, sondern als wichtige Verbündete, mit denen wir gemeinsam die Uni von innen heraus verbessern können.
Wir versuchen als Studierendenvertretung die bestehenden Strukturen zu nutzen, um den Studierenden eine Stimme zu geben, indem wir uns nicht damit begnügen, das BA/MA-System insgesamt abzulehnen, sondern den Menschen, die nun mal innerhalb dieses Systems studieren müssen, das Studium Schritt für Schritt zu verbessern. Daher Schöne Zeiten – denn wir mögen zwar in harten Zeiten leben, doch unser Fokus liegt auf der Verbesserung dieser Zustände, auf dem gemeinsamen Gestalten von schöneren Zeiten.